8. November 2018

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Eilmeldung: 880 000 Euro Bundesförderung für Schloss Horneck

Berlin - Der Deutsche Bundestag genehmigt einen weiteren beträchtlichen Förderbetrag für den Umbau von Schloss Horneck zum Siebenbürgischen Kultur- und Begegnungszentrum. Wie die zuständige Berichterstatterin im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages, Patricia Lips, MdB (CDU) am 8. November mitteilte, wird die bereits in der letzten Wahlperiode veranschlagte Fördersumme von 1,9 Millionen Euro (siehe Eilmeldung: 1,9 Millionen Euro Bundesmittel für Schloss Horneck) um zusätzliche 880 000 Euro aufgestockt. Damit folgt der Bundestag einem Antrag der Gruppe der Vertriebenen, Aussiedler und deutschen Minderheiten der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag unter Leitung von Eckarth Pols, MdB, auf Anregung und mit Unterstützung des Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Dr. Bernd Fabritius.
Schloss Horneck in Gundelsheim ist Sitz der zentralen Kultureinrichtungen der Siebenbürger Sachsen in Deutschland: des Siebenbürgischen Museums sowie des Siebenbürgen-Instituts mit Bibliothek und Archiv. Mit dieser in der Bereinigungssitzung des Haushaltsausschusses für den Bundeshaushalt 2019 beschlossenen Förderung ist ein weiterer Meilenstein erreicht. Erst Mitte Oktober konnte die Siebenbürgische Zeitung (SbZ) melden, dass das Land Baden-Württemberg Schloss Horneck im Rahmen seines Denkmalförderprogrammes 2018 mit rund einer Viertelmillion Euro unterstützt (Baden-Württemberg fördert Schloss Horneck mit einer Viertelmillion Euro).

Der Bundesaussiedlerbeauftragte Bernd Fabritius erklärte nach Bekanntgabe der Mittelbewilligung gegenüber der SbZ-Redaktion: „Durch diese Förderentscheidung setzt der Deutsche Bundestag abermals ein Zeichen der Anerkennung und Wertschätzung der überzeugenden Eigeninitiative der Siebenbürger Sachsen zur Sicherung des Standortes Schloss Horneck als Kultur- und Begegnungszentrum und ermöglicht so die Anpassung des Projektes an neue Entwicklungen und Erkenntnisse. Ich sehe darin auch eine Bestätigung des unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatzes aller Mitwirkenden im Trägerverein unter Leitung von Prof. Konrad Gündisch und wünsche eine erfolgreiche Projektumsetzung.“ Übermittelte die frohe Kunde von der ...Übermittelte die frohe Kunde von der Förderentscheidung zugunsten von Schloss Horneck: die zuständige Berichterstatterin im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages, Patricia Lips (Mitte), flankiert von den Unterstützern dieser Initiative (von links) Alexander Throm (CDU), Dr. Bernd Fabritius (CSU), Eckarth Pols (CDU) und Silke Launert (CSU). Nach Einschätzung des vertriebenenpolitischen Sprechers der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Eckarth Pols tragen die Ergebnisse der Haushaltsverhandlungen den Belangen der Aussiedler, Vertriebenen und deutschen Minderheiten Rechnung, indem sie die Erinnerungskultur stärkten. Bezogen auf die Bundesförderung für Schloss Horneck bekräftigt Pols: „Diese ehemalige Deutschordensfeste soll als Kultur- und Begegnungszentrum mit dem Ziel weitergeführt werden, die Geschichte der Siebenbürger Sachsen weiter zu erforschen.“

Das Wahrzeichen der Stadt - ein deutsches Geschichts- und Kulturdenkmal von hohem Rang

Persönliche Freude bekundete auch der sozialdemokratische Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Heilbronn Josip Juratovic, der die Initiative ebenfalls unterstützt hatte: „Gundelsheim ist mein Heimatort und Schloss Horneck ist das Wahrzeichen dieser Stadt. Ich freue mich daher sehr und bin dankbar, einen bescheidenen Beitrag zum Erhalt dieses Wahrzeichens geleistet haben zu können. Die Renovierung und Sanierung steigert die Attraktivität und dient somit auch der Förderung des Tourismus in Gundelsheim. Als ehemaliger Integrationsbeauftragter der SPD-Bundestagsfraktion freut es mich darüber hinaus, da das Schloss Horneck auch ein Beispiel für gelungene Integration der siebenbürgisch-sächsischen SpätaussiedlerInnen ist. Ich möchte mich an dieser Stelle auch bei den Verantwortlichen bedanken, die sich dafür eingesetzt haben.“ Schloss Horneck in Gundelsheim ist Sitz der ...Schloss Horneck in Gundelsheim ist Sitz der zentralen Kultureinrichtungen der Siebenbürger Sachsen in Deutschland: des Siebenbürgischen Museums sowie des Siebenbürgen-Instituts mit Bibliothek und Archiv. Foto: Jürgen Binder Geradezu überglücklich äußerte sich der Vorsitzende des Vereins Siebenbürgisches Kulturzentrum „Schloss Horneck“, Dr. Konrad Gündisch, in seiner Stellungnahme gegenüber unserer Zeitung: „Ich muss sagen, mir fällt ein Stein vom Herzen! Und so groß der Stein ist, so groß ist auch mein Dank, den ich im Namen des Vorstands des Schlossvereins, aber auch ganz persönlich allen Beteiligten ausspreche, dem Bundesbeauftragten für Aussiedlerfragen, den Bundestagsabgeordneten, den Beamten der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, allen Ehrenamtlichen! Neben Prof. Dr. Bernd Fabritius, Eckarth Pols, MdB und Patricia Lips, MdB gilt der Dank auch den Abgeordneten des Wahlkreises Heilbronn, Alexander Throm und Josip Juratovic, um zumindest einige auch namentlich zu nennen. Ein mittelalterliches Schloss ist kein Neubau: Es liegen kaum brauchbare Pläne vor, hinter jeder Mauer lauert eine Überraschung, in der Regel keine angenehme. Ging man zum Beispiel zunächst davon aus, dass die Elektro-, Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärleitungen in Ordnung sind, musste man bei näherem Hinsehen durch Fachgutachter erfahren, dass sie rundum erneuert werden müssen. Das kostet Unsummen, die ursprünglich nicht vorgesehen waren. Das Verständnis, das von allen Seiten für diese Situation gezeigt worden ist, auch von der Oberfinanzdirektion Karlsruhe, Standort Freiburg, vom Staatlichen Hochbauamt Schwäbisch Hall, den Mitarbeitern der BKM (Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien; die Redaktion) in Bonn und Berlin, dem Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg und vielen anderen hat die ehrenamtlich für Schloss Horneck Arbeitenden ermutigt, einen Nachtragsantrag zu stellen, der heute bewilligt worden ist. Wir haben binnen kurzer Zeit doppelten Grund zu großer Freude und vielfältigem Dank: Das Land Baden-Württemberg hat seine Förderzusage für das Gesamtprojekt bekräftigt und der Deutsche Bundestag hat eine erhebliche Summe bewilligt, damit der Um- und Ausbau von Schloss Horneck zum Siebenbürgischen Kultur- und Internationalen Begegnungszentrum reibungslos durchgeführt werden kann. Alle Beteiligten haben erneut bewiesen, dass ihnen ein deutsches Geschichts- und Kulturdenkmal von hohem Rang wichtig ist, aber auch, dass sie es bei den Siebenbürger Sachsen in guten Händen wissen.“

Christian Schoger

Schlagwörter: Schloss Horneck, Gundelsheim, Förderung, Kulturförderung, Bundestag, Berlin, Bernd Fabritius, Lips, Pols, Konrad Gündisch, Throm, Launert, Baden-Württemberg, Kulturerbe, Siebenbürgisches Museum, Siebenbürgische Bibliothek, Siebenbürgen-Institut

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