9. Oktober 2018

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Rumänische Regierung nimmt diskriminierendes Schulgesetz zurück

Bukarest – Die rumänische Regierung hat die diskriminierende Eilverordnung des Bildungsministers Valentin Popa, derzufolge an Grundschulen der Minderheiten mit Unterricht in der Minderheitensprache Rumänisch nur noch von Fachlehrern unterrichtet werden dürfe (diese Zeitung berichtete), Ende September zurückgenommen.
Das Demokratische Forum der Deutschen in Rumänien (DFDR), der Ungarnverband UDMR und andere Minderheitenvertreter hatten massiv gegen den Erlass protestiert. UDMR-Leiter Hunor Kelemen hatte der Regierung ein Ultimatum gestellt und die Zusammenarbeit mit der PSD und der ALDE, die deren Mehrheit im rumänischen Parlament gewährleistet, bis zur Lösung des Problems ausgesetzt.

Valentin Popa wurde daraufhin von PSD-Chef Liviu Dragnea, der einräumte, Kelemen habe diesmal Recht, zur Unterredung einbestellt. Popa zeigte sich jedoch uneinsichtig und zog es vor, lieber zurückzutreten als seinen Irrtum einzugestehen. Er habe mit dem Erlass nur „die rumänische Sprache retten“ wollen, rechtfertigte sich der scheidende Minister.

NM

Schlagwörter: DFDR, deutsche Minderheit, deutsch-rumänische Beziehungen, Protest, Schule

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