Kommentare zum Artikel

5. Januar 2017

Kulturspiegel

Der Wunsch nach Erneuerung – und was daraus wurde: Tagung zum Nationalsozialismus in Rumänien

Vom 28.-30. November 2016 fand in Annweiler/Pfalz im Kurhaus Trifels der zweite internationale Workshop zum „Nationalsozialismus in Siebenbürgen/Rumänien“ statt. Als Veranstalter hatten eingeladen die Sektionen Zeitgeschichte und Kirchengeschichte des Arbeitskreises für Siebenbürgische Landeskunde (AKSL) sowie das Projekt „Edition der Protokolle des Landeskonsistoriums der Evangelischen Landeskirche A.B. in Rumänien“ am Institut für Evangelische Theologie der Universität Koblenz-Landau (Campus Landau). Koordination und Tagungsleitung bestritten Dr. Ulrich A. Wien, Akademischer Direktor des erwähnten Institutes, sowie Dirk Schuster (Potsdam) und Timo Hagen (Heidelberg). mehr...

Kommentare

Artikel wurde 12 mal kommentiert.

  • getkiss

    1 • getkiss schrieb am 05.01.2017, 09:52 Uhr:

    "Hitlers Vertrauensfeldzug vom „positiven Christentum“ nahm viele gefangen, auch Kirchenleitungen. Die Bewegung war so schnell auch nicht zu durchschauen."

    Na ja, für Analphabeten sicherlich nicht. Wenn man an die empfohlene Verbreitung von "Mein Kampf" denkt, waren es fast Alle? Wer lesen und verstehen konnte, hätte die unrühmlichen Zeichen der Zeit schon erkannt. Doch in der allgemeinen Gleichschaltung wäre das "Verrat" am NS gewertet worden...
  • bankban

    2bankban schrieb am 05.01.2017, 20:24 Uhr:

    Dr. Ulrich Wien ist ein sehr vielfältiger und kompetenter Mann und hat wieder eine tolle Konferenz auf die Beine gestellt. Doch mag Herr Wien noch so begabt sein, es fällt mir schwer, zu glauben, dass er in der Lage ist, wie es die Unterschrift zum 4. Bild nahelegt, einerseits auf den Auslöserknopf eines Fotoapparats zu drücken, andererseits selbst blitzschnell seinen eigenen Platz einzunehmen, um aufs Bild zu kommen... (1. Reihe, 3. Person von links, (am selben Tisch mit Herrn Kührer-Wielach, eine Reihe vor Frau Glass)).
  • Doris Hutter

    3Doris Hutter schrieb am 06.01.2017, 01:01 Uhr:

    Gut beobachtet.
    Ist aber nicht unüblich, dass man auf einem Foto aus dem eigenen Apparat erscheint, wenn anders Jemand den benutzt hat.
    Wichtig ist heutzutage, auf das Urheberrecht des Bildes hinzuweisen. Es stammt aus dem Apparat von U. Wien, ist die Botschaft.
  • bankban

    4bankban schrieb am 06.01.2017, 06:18 Uhr:

    Plausible Erklärung, danke.
  • Johann

    5Johann schrieb am 06.01.2017, 18:26 Uhr:

    Manche Historiker können sogar einen Fotoapparat mit Selbstauslöser bedienen, andere haben von so einem Feature noch nichts gehört ;-))
  • Bunzlau

    6Bunzlau schrieb am 07.01.2017, 10:06 Uhr:

    Warum immer wieder diese Häme?
  • bankban

    7bankban schrieb am 07.01.2017, 10:06 Uhr:

    Dann muss das aber ein W-LAN-Selbstauslöser gewesen sein... den er in seiner Hand/Faust gut versteckt hat, wobei er dann auch sich selbst gut ver-stellt haben muss, denn er guckt gar nicht Richtung Kamera, was man für gewöhnlich doch tut, wenn man selbst einen Selbstauslöser betätigt... denn genau das ist Sinn und Zweck eines Selbstauslösers, dass man selber und sichtbar und mit vollem Gesicht geradeaus blickend verewigt wird und eben nicht einfach so seitlich mit Profil... :-)
  • Johann

    8Johann schrieb am 07.01.2017, 10:49 Uhr:

    Ob es einen W-LAN-Selbstauslöser gibt, weiß ich nicht, wäre für mich eine neue Erkenntnis. Wieso soll man den überhaupt so etwas brauchen. Bei den Kameras, die ich habe, muss man nur den Selbstauslöser einstellen, dann löst der sich automatisch nach 10, 20 etc. Sekunden und wenn man dann nicht aufpasst, dann sieht man im Bild auch nicht vorteilhaft aus.

    @ Bunzlau
    Warum immer gleich die primitivste Absicht unterstellen?
    Beitrag am 07.01.2017, 10:50 Uhr von Johann geändert.
  • bankban

    9bankban schrieb am 07.01.2017, 15:43 Uhr:

    Ich fand den Kommentar Johanns lustig, auch wenn seine Spitze gegen mich gerichtet war.
  • Harald_21

    10Harald_21 schrieb am 10.01.2017, 20:14 Uhr:

    Horia Sima wurde nicht wie von Prof. Paul Brusanowski behauptet nach der Auflösung der Legionärsbewegung ermordet, sondern starb im respektablen Alter von 87 Jahren in Spanien oder Deutschland. Einer der großen rumänischen Brandstifter, schuldig an der Ermordung zahlreicher Unschuldigen, konnte, zuerst unter dem Schutz Hitlers und dann während der ersten Jahre des kalten Krieges, mit Unterstützung der westlichen Geheimdienste und General Francos, ein unbekümmertes Leben führen. Als deutscher Nazi wäre er wohl zum Tode verurteilt worden, bei osteuropäischen Gesinnungsbrüdern die in ihrer Brutalität alle anderen noch übertrafen, wurde aber auch schon ein Auge zugedrückt. Mehr Hohn und Verachtung den Opfern gegenüber geht nicht.
  • lauch

    11lauch schrieb am 15.01.2017, 11:50 Uhr:

    Guten Morgen,

    @Haral21

    Korrekt, Horia Sima lebte noch lange Zeit in Spanien. Wenn ich mich recht entsinne, gab es in der Exilzeitung für Rumänen (Romanul liber) Artikel über ihn, die eher positiv gestimmt waren. Ein grober Fehler des Referenten. Ich frage mich und die SBZ warum die Rumänen in all den Analysen, Rezensionen, Referaten usw. so gut wegkommen? Waren Sie nicht auch Nationalsozialisten, Faschisten oder wie immer man das damalige Gedankengut beschreiben möchte? Wie schon im Artikel angedeutet, war ein Grossteil der Intellektuellen legionärverseucht. Die Studentenschaft sowieso. Heute sind einige von ihnen Helden, weil das rumänische Volk anscheinend viele Helden braucht. (ZB: Cioran und Eliade) Bei allen Sympathien für die antikommunistischen Partisanen aus dem Fogarascher Gebirge, sie alle waren faschistoiden Ideen verfallen. Ein orthodxer Bischof dessen Name mir nicht einfällt, hat sich einer Verurteilung wegen der Beteiligung an Morden an der jüdischen Bevölkerung Rumäniens in den USA entzogen und ist dann letztendlich in Portugal gestorben. (spektakulärer Kriminalfall auf VOX)
    Ist die Deportation der Deutschen aus Rumänien die "gerechte Strafe" wie in grossen Teilen der rumänischen Geschichtsschreibung kolpotiert wird? Sogar ein sb. sächsischer Schriftsteller deutet das in einem seiner Romane an. Weil die Rumänen sich einige Monate früher entschlossen, nicht mehr Faschisten zu sein, als die Sachsen, sind erstere unverhältnissmässig "weich gelandet" und letztere meiner Meinung nach ungerecht hart. In der Geschichte steht man oft an der falschen Seite, die Konsequenzen sind jedoch oft ungerecht verteilt.
  • Dieter Braeg

    12Dieter Braeg schrieb am 15.11.2019, 10:26 Uhr:

    Es wäre nützlich, wenn bei dieser Tagung auch ein wenig auf die Tagebücher von D.Dr. Viktor Glondys eingegangen worden wäre. Leider findet Dr. Wien die gar nicht gut - ob das daran liegt, dass ich als Mitherausgeber, Mitschuld an der Publikation dieser Tagebücher habe? In meinem Besitz befinden sich noch einige Broschüren von D.Dr. Viktor Glondys und auch Fotoalben von seinen Besuchen bei evangelischen Gemeinden in Siebenbürgen.

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