22. Februar 2019

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Deutsches Jahrbuch 2019

Bukarest – Das jährlich von der Allgemeinen Deutschen Zeitung für Rumänien herausgegebene Deutsche Jahrbuch 2019 hat das Licht der Welt erblickt! Es leuchtet auch der Stern auf der Titelseite, ein charmantes Decken-Dekorelement aus der Kirchenburg von Zeiden in Blau-Rot-Weiß-Gold. Der Kalender mit Bildern von George Dumitriu bezaubert in diesem Jahr mit siebenbürgisch-sächsischer Möbelmalerei: Kirchengestühl und Emporen, Kanzel und Kanzeldeckel, Nachbarschaftsladen und bemalte Truhen, Deckendekors und Kassetten, ein Krügerl-Wandbord, eine Wohnstube, ein 500-jähriger geschnitzter Altar. Die Schmuckstücke wecken Sehnsucht nach den Kirchenburgen in Zeiden, Deutsch-Weißkirch, Mediasch, Birthälm, Keisd, Meschendorf, Klosdorf, Wurmloch, Honigberg und Bogeschdorf!
Nach den Grußworten des Vorsitzenden des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien (DFDR), Dr. Paul Jürgen Porr, und dem deutschen Botschafter in Bukarest, Cord Meier-Klodt, stellen sich in dem Kapitel „Im Dienst der Gemeinschaft“ prägende Persönlichkeiten aus den Reihen des DFDR vor: unter anderem Dr. Paul-Jürgen Porr in „Hoffnung ist immer“ (Nina May), Ovidiu Ganţ selbst in „Halbzeit der vierten Amtszeit“, der 2018 verstorbene Dr. Dres. Paul Philippi, der noch schrieb: „Jede Kratie braucht ihren Demos – vor den Wahlen und nach den Wahlen“; über ihn schreibt D. Dr. Christoph Klein in „Sein Vermächtnis bleibt uns erhalten. Geachteter Spitzenvertreter der Deutschen in Rumänien: Paul Philippi (1923-2018)“, Dr. Bernd Fabritius in „Der historische Anker, der am prägendsten für die deutsch- rumänischen Beziehungen wirkt“ (Aida Ivan).z ... Siebenbürgen-Themen finden wir in den Kapiteln „Aus Stadt und Land“: Über den evangelischen Kindergarten, der landesweit gemischt konfessionelle Kinder vereint, erzählt Laura Căpăţâna-Juller; Dieter Drotleff befasst sich mit dem neuen Direktor an der jahrhundertealten Kronstädter Honterusschule, Radu Chivarean; Elise Wilk guckt hinter die Kulissen der deutschen Sendung bei Radio Neumarkt. Haupthelden der Geschichten von Nina May sind in der Trilogie „Fortgegangen. Zurückgekommen. Daheimgeblieben“ diesmal jüngere Siebenbürger Sachsen: Alwin Schindler aus Scharosch, Angelika Holdreich aus Deutsch-Tekes und Harald Sălceanu aus Bogeschdorf. In „Das Klavier am Fenster und andere Erinnerungen“ geht es um Hermine Antoni, die die Orgel in Meschendorf wieder zum Klingen brachte, und Michaela Türk erzählt in „Restaurieren genügt nicht – wir wollen auch Leben in den Kirchenburgen sehen“ über die Projekte des Mihai Eminescu Trusts zur nachhaltigen Dorfentwicklung (Nina May).

Im Kapitel „Kultur, Kulturerbe“ steht das Thema „Große Vereinigung“ im Vordergrund. Wolfgang Wittstock plaudert aus dem Schatzkästchen der Geschichte: Warum sich Ministerpräsident Brătianu weigerte, den Minderheiten Schutzvertrag zu unterzeichnen. Christine Chiriac zeigt auf, wie Rumänen und Minderheiten in Schulbüchern für Geschichte dargestellt werden. Dr. Klaus Fabritius, Vorsitzender des DFDR Altreich, erzählt von der dortigen deutschen Minderheit. Über ein charmantes Kulturereignis, das Transylvanian Book-Festival in Reichesdorf, begeistert sich Christa Richter. Ursula Philippi lässt das Gedenken an Michael Weiß und das Studentendenkmal in Marienburg aufleben. Den aus Reps stammenden, mehrfach preisgekrönten Dichter und Literaturkritiker Hellmut Seiler stellt Mariana-Virginia Lăzărescu vor. Siebenbürgisch-literarisch wird es auch in den Kapiteln „Lesespaß“ und „Heimat, Brauchtum und Mundart“ mit Joachim Wittstock, Carmen Elisabeth Puchianu, Karin Gündisch u.a. Im ­Kapitel „Heimat, Brauchtum und Mundart“ befasst sich Hans Fink mit Zwergen und Heinzelmännchen in sächsischen Sagen. Reise- und Wanderfreunde kommen im letzten Buchabschnitt auf ihre Kosten: Mit Alpenrosen und Wintersonne lockt Klaus Philippi ins Zibinsgebirge; Elise Wilk präsentiert drei Hütten zum Verlieben: Poiana Secuilor, Stâna Târle, Ciucaș, Ralf Sudrigian erzählt die spannende Geschichte eines Dinosaurierfunds in Baraolt – und vieles mehr! Wer das neue deutsche Jahrbuch beziehen möchte, wende sich per Mail an: info[ät]adz.ro.

Nina May

Schlagwörter: ADZ, Jahrbuch, Vorstellung

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