5. November 2018

32 Jahre "Siebenbürgische Familienforschung"

Was bleibt, wenn nach mehr als 30 Jahren die Zeitschrift "Siebenbürgische Familienforschung" (SF) eingestellt wird? Mehrere tausend Seiten familienkundlicher Forschungen zu Siebenbürgen, die für viele Wissenschaftler und Interessenten eine wichtige Quelle sind – und auf lange Zeit bleiben werden. Es ist daher ein großes Verdienst von Dr. Werner Klemm, dem langjährigen und letzten Schriftleiter der SF, dass er ein Gesamtinhaltsverzeichnis der 32 Jahrgänge seit ihrem erstmaligen Erscheinen 1984 erstellt und als 33. Jahrgang veröffentlicht hat.
Das Gesamtinhaltsverzeichnis ist unterteilt in: I. Längere genealogische Beiträge; II. Kurzbeiträge, Suchanzeigen, Rezensionen; III: Genealogische Quellen, Personenlisten, Lebenserinnerungen; IV. Beiträge zu Heraldik und Adelsverleihungen; V. Nachrufe, Jubiläen; VI. Redaktionelle Mitteilungen; VII. Genealogische Bibliographie; VIII. Sektionsmitteilungen, Tagungsberichte. Sehr nützlich für den Forscher sind auch die Namensregister: A. Genealogische Familientafeln und Vorfahren-/Nachfahren-Auflistungen; B. Familienwappen und Wappenbriefe; C. Autoren; D. Probandennamen aus Überschriften von Beiträgen, aus Literaturangaben, Fußnoten, Bildunterschriften, Suchanzeigen. Ein Verzeichnis der Abbildungen schließt den Band.

In seiner Vorbemerkung blickt Werner Klemm auf die Entstehung der Sektion Genealogie des Arbeitskreises für Siebenbürgische Landeskunde (AKSL) und der Zeitschrift Siebenbürgische Familienforschung zurück. Erwähnt werden die Redakteure der Zeitschrift und die erschienenen Verzeichnisse. Den Bemerkungen vorangestellt ist ein Geleitwort des AKSL-Vorsitzenden Dr. Ulrich Andreas Wien. Zu beziehen ist das Gesamtinhaltsverzeichnis beim Siebenbürgen-Institut (www.siebenbuergen-institut.de).

Mit dem 33. Jahrgang endet eine Erfolgsgeschichte. Fehlende redaktionelle Beiträge insbesondere seitens jüngerer Forscher werden als Grund für das Einstellen der Zeitschrift genannt; vielleicht sind auch die Verschiebungen hin zum elektronischen Publizieren ein Grund für das Sterben so mancher gedruckten Publikation. Mangelndes Interesse an genealogischer Forschung zu Siebenbürgen ist es jedenfalls nicht. Der kürzlich gegründete Verein „Genealogie der Siebenbürger Sachsen“ zeigt, dass das Interesse vorhanden ist. Es ist zu wünschen, dass es bald und idealerweise als Kooperation zwischen der Sektion Genealogie des AKSL und dem Genealogie-Verein eine neue Plattform für die Publikation von Forschungsergebnissen und die Kommunikation zwischen Familienforschern geben wird.

Dem Autor dieser Zeilen bleibt nur, seine Wehmut einzugestehen angesichts des Sterbens der Zeitschrift Siebenbürgische Familienforschung, auf welche er sich immer gefreut und sie gerne gelesen, gelegentlich einen kleinen Beitrag dafür verfasst und sie mehr als 20 Jahre lang in der Siebenbürgischen Zeitung rezensiert hat.

Uwe Konst

Schlagwörter: Familienforschung, Zeitschrift, Siebenbürgen-Institut

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