9. September 2016

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Geschichtswissenschaftliche Neuerscheinungen werden in Berlin vorgestellt

Das Deutsche Kulturforum östliches Europa (Webseite) präsentiert in Zusammenarbeit mit dem Rumänischen Kulturinstitut (RKI) am Montag, den 19. September, um 19.00 Uhr beim Sitz des RKI, Reinhardtstraße 14, in Berlin zwei Neuerscheinungen mit siebenbürgischem Bezug:
von Dr. Dr. Gerald Volkmer „Siebenbürgen zwischen Habsburgermonarchie und Osmanischem Reich. Völkerrechtliche Stellung und Völkerrechtspraxis eines ostmitteleuropäischen Fürstentums 1541-1699“ (De Gruyter Oldenbourg Verlag, München 2015, 648 Seiten, Preis: 69,95 Euro, ISBN 978-3-11-034399-1) sowie von Bernhard Heigl, Petra Rezac und Thomas Șindilariu „Archivführer zur Geschichte der Deutschen in Kronstadt und dem Burzenland. Wegweiser durch die Bestände des Staatsarchivs Kronstadt und des Archivs der Honterusgemeinde unter besonderer Berücksichtigung der Handschriften“ (De Gruyter Oldenbourg Verlag, München 2016, 714 Seiten, Preis: 79,95 Euro, ISBN 978-3-11-036386-9).

Siebenbürgen – eine zentrale Landschaft im heutigen Rumänien. Mit bewegter Vergangenheit. Nach Thrakern, Dakern und Römern fanden sich hier Goten, Gepiden, Hunnen, Awaren, Slawen, Vlachen, Rumänen, Magyaren, Szekler, Turkvölker und Deutsche ein. Und oft wurde gestritten um dieses Land zwischen den Kulturen und Machtblöcken, da sich selten eine Herrschaft auf Dauer durchsetzen konnte. So auch in der Frühen Neuzeit, in der Siebenbürgen als Fürstentum zwar offiziell zum Osmanischen Reich gehörte, aber selbstständig war und zugleich zeitweilig und immer wieder unter der Oberhoheit der Habsburgermonarchie stand – eine kaum durchschaubare Zwischenstellung, die in einer völkerrechtlichen Studie für die Zeit 1541-1699 von Gerald Volkmer eingehend untersucht und dargestellt wurde. Der gebürtige Kronstädter forscht als Osteuropa- und Rechtshistoriker mit einem Schwerpunkt auf dem Donau-Karpatenraum und ist seit 2013 Stellvertretender Direktor des Bundesinstituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa an der Universität Oldenburg.

Fast zeitgleich erschien in der gleichen Schriftenreihe der „Archivführer zur Geschichte der Deutschen in Kronstadt und dem Burzenland“ für eine der reichhaltigsten siebenbürgischen Archivlandschaften überhaupt. Thomas Șindilariu leitet seit 2004 das traditionsreiche Archiv der Evangelischen Honterusgemeinde A.B. Kronstadt. Der Osteuropahistoriker und Archivar ist Initiator und Herausgeber zahlreicher Publikationen zur Geschichte Siebenbürgens.

Zur Veranstaltung begrüßt Claudiu Florian vom Rumänischen Kulturinstitut (RKI Berlin). Es folgen drei Vorträge: Daniel Ursprung, Osteuropahistoriker an der Universität Zürich, referiert über „Das Fürstentum Siebenbürgen, eine völkerrechtliche Besonderheit“, Gerald Volkmer (Oldenburg) über „Außenpolitische und völkerrechtliche Kuriositäten und Merkwürdigkeiten aus eineinhalb Jahrhunderten siebenbürgischer Eigenstaatlichkeit“ und schließlich präsentiert Thomas Șindilariu (Kronstadt) unter dem Titel „Eine Kulturlandschaft als Archivlandschaft – ein Archivführer als Reiseführer?“ archivalische Kostproben.

Für die Veranstaltungsteilnahme ist bis zum 14. September eine Anmeldung erforderlich unter E-Mail: deutsches[ät]kulturforum.info, per Fax: (0331) 2009850, oder über diesen Link zur Anmeldung.

Schlagwörter: Buchvorstllung, Berlin, Volkmer, Historiker, Sindilariu, Archiv, Kronstadt

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