19. Oktober 2019

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70. Tag der Heimat in Leverkusen

Jährlich veranstaltet der Kreisverband Leverkusen des Bundes der Vertriebenen (BdV) den Tag der Heimat am Ostdeutschen Kreuz und Friedensstein auf dem Friedhof im Stadtteil Manfort, in diesem Jahr am 13. Oktober zum 70. Mal.
Auf Einladung des BdV-Kreisvorsitzenden Rüdiger Scholz, MdL, war der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Dr. Bernd Fabritius, nach Leverkusen gekommen und hielt hier vor einem großen Publikum eine bemerkenswerte Gedenkansprache. Neben Dr. Fabritius begrüßte Rüdiger Scholz den Oberbürgermeister der Stadt Leverkusen, Uwe Richrath, die Vertreter des Stadtrates, den ehemaligen Bundestagsabgeordneten Helmut Nowak, den BdV-Landesvorsitzenden Rudi Pawelka sowie den Landesvorsitzenden der Siebenbürger Sachsen, Rainer Lehni. Die Gedenkfeier wurde vom Chor Heimatmelodie der ostdeutschen Landsmannschaften des BdV-Kreisverbandes Leverkusen musikalisch umrahmt. An der Feier nahmen auch viele Leverkusener Siebenbürger Sachsen, einige davon in unserer Festtracht, teil. Innerhalb des BdV Leverkusen gehört die Kreisgruppe Leverkusen des Verbandes der Siebenbürger Sachsen zu den größten und aktivsten Gruppen. Vom Landesvorstand war ferner die stellvertretende Landesvorsitzende Hanna Jung-Boldan dabei.Trachtenträger der Kreisgruppe Leverkusen mit Dr. ...Trachtenträger der Kreisgruppe Leverkusen mit Dr. Bernd Fabritius (3. von links), Hanna Jung-Boldan (2. von rechts) und Rainer Lehni (1. von rechts) auf dem Friedhof Manfort. Foto: Dennis Harff Dr. Bernd Fabritius würdigte in seiner Rede, dass die vom Zweiten Weltkrieg stark zerstörte Stadt Leverkusen in der unmittelbaren Nachkriegszeit vielen Heimatvertriebenen eine neue Heimat geboten hat, und das trotz der damals allgemein schlechten Versorgungslage und Wohnungsnot. Ein Viertel der Leverkusener Bevölkerung bestand damals aus Vertriebenen, die wesentlich zum Aufbau der Stadt beigetragen haben. Ausdrücklich nannte er auch den Beitrag der Siebenbürger Sachsen zum Wiederaufbau in dieser nordrhein-westfälischen Großstadt und die Übernahme der Patenschaft des Landes NRW über die Siebenbürger Sachsen vor über 60 Jahren.

Der Beauftragte der Bundesregierung unterstrich ferner die Bedeutung der proeuropäisch ausgerichteten Heimatpolitik der Vertriebenenverbände und deren Beitrag zur Völkerverständigung, die nach wie vor einen Schwerpunkt ihrer Arbeit ausmache. Diesen Geist haben die Heimatvertriebenen bereits 1950 in ihrer Charta der Heimatvertriebenen festgehalten.

Das Ostdeutsche Kreuz in Leverkusen wurde unmittelbar nach Verkündung der Charta errichtet. Seither findet jährlich die Gedenkfeier statt, bei der an die Opfer von Flucht und Vertreibung und an die verlorene Heimat erinnert wird.

Zum Abschluss der Visite wurden Ehrengäste von der Kreisgruppe Leverkusen mit ihrer rührigen Vorsitzenden Anneliese Gross zu einem siebenbürgischen Mittagessen in das Gemeindehaus Quettingen eingeladen. Dr. Bernd Fabritius war von den Spezialitäten sichtlich begeistert und dankte dem Vorstand der Kreisgruppe Leverkusen für den herzlichen Empfang.

Rainer Lehni

Schlagwörter: Tag der Heimat, BdV, Leverkusen, Nordrhein-Westfalen, Fabritius

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