12. Juni 2019

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Kreisverband Nürnberg: Keramik-Workshop in Schwabach

Am 4. Mai fand nun schon zum neunten Mal der Keramik-Workshop in Schwabach statt. Dass wir auch nach so vielen Jahren der Meinung sind, immer noch nicht genug selbst bemalte Teller, Blumenvasen und Butterdosen daheim in der Vitrine zu haben, zeigt, wie beliebt das Keramikseminar ist.
Immerhin fanden sich dieses Jahr 25 Teilnehmerinnen im Evangelischen Haus ein, so viele wie noch nie, um unter der professionellen Anleitung von Frau Treichel ihre Sammlung an siebenbürgischer Keramik um ein oder zwei Stücke zu erweitern. Dabei waren Jung und Alt, Anfänger und Fortgeschrittene, bekannte und neue Gesichter. Bevor es jedoch an die Arbeit ging, fanden wir bei Kaffee und Kuchen zuerst noch Gelegenheit, Freunde und Bekannte zu begrüßen und uns für die kommenden Stunden zu stärken – wer schon einmal den ganzen Tag hochkonzentriert feine Linien und Blumen auf einen Teller gepinselt hat, weiß, wie anstrengend das sein kann! Nachdem jeder seine bestellte Keramik entgegengenommen hatte, ging es ans eifrige Stöbern und Blättern durch die Mustervorlagen, denn auf die diesjährigen Tassen und Servierschälchen sollte natürlich nur das schönste Bild gezaubert werden. Mit dem Vorzeichnen der Muster, der Suche nach den richtigen Bleistiften und den ersten Pinselstrichen in blauer, roter oder grüner Farbe verging die Zeit bis zum Mittagessen wie im Flug. Als die fleißigen Männer einen ganzen Kessel voller Gulasch in den Raum trugen, konnte sich so manche Künstlerin nur schwer von ihrer Arbeit losreißen: „Nur noch zwei Minuten, nur noch diese Blume, ich bin fast fertig!“ Am Ende siegte jedoch auch bei der letzten Nachzüglerin schließlich der Hunger. Kreativität, Sorgfalt und Fingerfertigkeit waren ...Kreativität, Sorgfalt und Fingerfertigkeit waren gefragt beim Keramik-Workshop in Schwabach. Foto: Roswitha Kepp Nach dem Mittagessen ließen sich die Teilnehmerinnen jedoch nicht zweimal bitten und fanden sich schnell wieder an ihren Arbeitsplätzen ein. Die eine oder andere hatte schließlich neben dem Teller noch eine Müslischale oder Dekokugel warten, die bemalt werden wollte. Oder sollte für das zweite Stück vielleicht doch die Keisder Technik zum Einsatz kommen? Nach und nach füllte sich der Tisch für die fertigen Keramikstücke und bot mit jedem weiteren Teil einen prächtigeren Anblick. Wer schon fertig war, bewunderte die ausgestellten Schüsseln und Krüge, und diejenigen, deren Konzentration allmählich nachließ, wurden von dem leckeren Pfannkuchenduft aus der Küche zu einem letzten Endspurt motiviert. Als schließlich alle Stücke fertig und ausgiebig begutachtet und gelobt worden waren, konnten wir uns zufrieden den Stapeln an Pfannkuchen widmen, die unsere Küchenchefs inzwischen produziert hatten, und den Tag entspannt ausklingen lassen.

Vielen Dank an die Organisatorin Roswitha Kepp, unsere geduldige Anleiterin Frau Treichel und natürlich die fleißigen Helfer in der Küche, Hans Schuster, Wilhelm Binder, Hans Kirschner und Hans Kepp. Wir können es kaum erwarten, unsere glasierten und gebrannten Kunstwerke in wenigen Wochen in Händen zu halten, und sind nächstes Jahr bestimmt wieder mit dabei.

Karline Folkendt

Schlagwörter: Nürnberg, Schwabach, Keramik, Werkstatt

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