8. Juli 2019

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SJD-Bayern goes Luxemburg

Um für ein langes Wochenende den Spuren der Vorfahren der Siebenbürger Sachsen in Luxemburg zu folgen, machten sich die 25 Teilnehmer der SJD-Bayern-Luxemburg-Fahrt früh am 20. Juni auf den Weg. Schon auf der neunstündigen Busfahrt von München nach Luxemburg war die Stimmung ausgelassen und auch die Live-Musik einiger talentierter Teilnehmer unterhielt uns prächtig.
Die Vorfreude wuchs, als wir uns endlich dem kleinen Land an der Mosel näherten und mit einem siebenbürgisch-sächsischen Wörterbüchlein – was auch die Verständigung zum „Letzebuergisch“ erleichtern sollte – im Gepäck erreichten wir schließlich unsere Jugendherberge. Viel Zeit zum Entspannen ließen wir uns allerdings nicht, denn die Neugier trieb uns in den historischen Stadtkern Luxemburgs, wo wir auch schon bald den allseits bekannten Spruch „Mir wolle bleiwe wat mir sin“ an einer Fassade entdeckten. Der Kellner des Restaurants, in dem wir den Beginn unseres Aufenthalts feierten, war schwer beschäftigt, all die hungrigen Teilnehmer zu bedienen. Als wir abends wieder bei unserer Unterkunft ankamen, verbrachten wir den Abend mit gemütlichem Zusammensein und Blasmusik-Techno-Remixen, was uns allen noch einen ordentlichen Ohrwurm bescherte.

Kaum am Freitag aufgestanden, stiegen wir schon wieder in den Bus, denn es ging nach Trier an der deutsch-luxemburgischen Grenze. Dort ließen wir uns bei bestem Wetter bei einer Stadtführung die Überreste der Römer-Zeit zeigen und die Geschichte der Stadt erklären, bevor es zum Weingut „Deutschherren-Hof“ ging. Dort gab es vom Eigentümer persönlich eine Tour durch die Weinberge, inklusive ausführlicher Erklärungen zum Anbau und der Verarbeitung des Weines. Die anschließende Weinverkostung sorgte durch guten Wein und leckeres Essen weiterhin für strahlende Gesichter. Zurück in Luxemburg wurden wieder die Instrumente gezückt, mit Cajon, Gitarre und Akkordeon beschallten wir das Tal, und einige andere Besucher der Herberge, die es sich nicht nehmen ließen, sich unserem Gesang anzuschließen.Die Teilnehmer der Reise vor dem Kurfürstlichen ...Die Teilnehmer der Reise vor dem Kurfürstlichen Palais in Trier. Foto: Florian Spielhaupter Samstags stand endlich die langerwartete Luxemburg-Führung an, bei der die Teilnehmer zwei Stunden lang von einem Einheimischen durch die Stadt geführt wurden. Dabei kamen wir in den Genuss, einige Wörter auf Luxemburgisch zu hören und die Gemeinsamkeiten zur siebenbürgisch-sächsischen Mundart feststellen zu können. Die Stadtführung führte uns zu Fuß und mit der Unterstützung von Aufzügen durch die auf Felsen erbaute Stadt und deren beeindruckende Geschichte, vorbei an der Kathedrale und dem Großherzoglichen Palast. Nach der Führung verbrachte man die Zeit in kleineren Gruppen, um die Restaurants und weitere Sehenswürdigkeiten der Stadt zu erkunden. Glück hatten wir nicht nur mit dem Wetter, sondern auch mit dem Timing unserer Reise, denn sie fiel auf die Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag am 23. Juni und somit bot die Stadt schon am Vortag einiges, beispielsweise auch die zeremonielle Wachablösung, die nur dreimal im Jahr stattfindet. Anschließend füllten sich die Straßen der Stadt mit Musik und Menschen. Gemeinsam betrachteten wir Fackelzug und Feuerwerk und feierten den luxemburgischen Feiertag bis in die Nacht hinein.

Leider stand am Sonntag schon wieder die Heimfahrt an und so verbrachte unsere müde Reisegruppe den Tag im Bus und hatte durch die zahlreichen Eindrücke des Wochenendes einiges an Gesprächsstoff. Im Namen der SJD-Bayern bedanken wir uns herzlichst bei allen Teilnehmern dieser Reise. Ohne euch wäre so ein schönes Wochenende nicht möglich gewesen, bis nächstes Mal!

Alexandra Fielker

Schlagwörter: SJD, Bayern, Luxemburg, Reise, Geschichte

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